Die Zukunft braucht unsere Hilfe!
Die Zukunft braucht unsere Hilfe!

Ist die Politik noch auf diesem Planeten?

Dieser Sommer hat es in sich. Ein Hitzerekord nach dem anderen. Verheerende Waldbrände in Schweden, Griechenland und Kalifornien denen die Hilfskräfte weitgehend hilflos gegenüberstehen und die bereits mehr als 100 Tote gefordert haben. Dürre, die zu massiven Schäden in der Landwirtschaft führt. Die Ernteerträge gehen in vielen Bereichen massiv zurück, Bauern müssen ihre Kühe verkaufen weil sie nicht genug Futter ernten können um die Tiere über den Winter zu bringen und wenn die europäischen Bauern nicht hunderte Millionen an Hilfszahlungen bekommen stehen viele vor dem Ruin. Die Medien berichten derzeit auch wieder viel mehr über wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass über neue Studien geschrieben wird. Und diese bringen keine guten Nachrichten. Zum einen zeigt sich das der „Rettungsanker“ Geoengineering keiner ist. Zum anderen besteht die Gefahr, dass das Klima viel schneller außer Kontrolle gerät als ursprünglich angenommen – Stichwort Kipp-Punkte.

 

Und was macht die Politik?

 

Offensichtlich ist Migration das alles dominierende Thema in Europa! Stichworte:

  • Seehofer der die deutsche Politik über Wochen hindurch lähmt mit seiner „Grenzen-Dicht“-Forderung.
  • Italien, in dem eine rechtspopulistische Regierung alle Migranten hinauswerfen will und offen überlegt Mitglieder der Volksgruppe der Roma zu zählen.
  • Anlandeplattformen, Ausschiffungsplattformen oder was es sonst noch an Kunstwörtern gibt, mit denen nur verschleiert werden soll, dass die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten offensichtlich vergessen haben, dass sie einer (europäischen) Union angehören und Union Vereinigung und Zusammenschluss bedeutet.
  • Schiffe, die im Mittelmeer herumirren, weil sie kein Staat anlegen lassen will.
  • Und dies alles wo die Zahlen eindeutig zeigen dass die Zahl der Migranten signifikant zurückgegangen ist.

Und was ist mit dem Klimawandel, den heuer jeder Europäer - möglicherweise zum ersten Mal - am eigenen Leib spürt? Fehlanzeige! Das steht nicht auf der Agenda der Treffen der europäischen Regierungschefs. Und der Ratsvorsitzende – Österreich – macht natürlich auch nichts, um dieses Thema auf die Agenda zu setzen.

 

Ein Sommer wie dieser wäre der beste Zeitpunkt um das Thema Klimawandel in den Mittelpunkt zu rücken. Die europäische Wirtschaft läuft gut, die Arbeitslosigkeit sinkt nahezu in allen Ländern und die Menschen waren wohl noch nie so empfänglich für das Thema Klimawandel wie jetzt, weil die Bedrohung nicht mehr in einer fernen Zukunft liegt, sondern am eigenen Leib spürbar ist.

 

Im Hinblick auf den Klimawandel kann man den Eindruck haben, die Politik lebt auf einem andern Planeten, der keine natürlichen Grenzen kennt und auf dem es keine existenziellen Bedrohungen gibt. Nicht nur wir von Future Aid finden die Haltung der Politik für skandalös! Unten finden Sie die Links zu zwei sehr lesenswerten Kommentaren im Standard und im Kurier.

 

Was dagegen tun, wenn Sie die Meinung teilen, dass die Untätigkeit der Politik ein Skandal ist? Zum Grundkonzept von Future Aid gehört, dass sich grundlegend nur etwas ändern wird, wenn wir die Politik dazu bringen! Und die Politik kann nur bewegt werden durch die öffentliche Meinung und Wahlen (und Umfragen, die der Politik zeigen, ob sie Zustimmung findet). Was bedeutet das für uns?

  • Die nächste Wahl ist die Europawahl im Mai 2019. Sie werden jetzt vielleicht denken dass diese Wahl ohnedies nichts bewirken kann. Bis zum Wahltermin 2019 wollen wir von Future Aid Ihnen zeigen, dass diese Wahl sehr wohl etwas bewirken kann.
  • Für die öffentliche Meinung können Sie zweierlei tun:
    • Schreiben Sie ein E-Mail an das Bürgerservice des Bundeskanzleramtes  dass Sie mehr von der österreichischen Bundesregierung im Hinblick auf Klimaschutz erwarten. Wenn das viele machen, senden Sie der Regierung ein Signal, dass sich die öffentliche Meinung verändert. Die E-Mail-Adresse
    • Machen Sie den Klimawandel zum Thema in Gesprächen mit Arbeitskollegen/Freunden/Bekannten. Vielleicht beschäftigen sich dann auch andere Menschen mehr mit dem Thema Klimawandel. Wenn Sie Future Aid gut finden empfehlen Sie uns weiter.

​Peter Jöchle, 19.8.2018

 

Kommentar im Kurier

Kommentar im Standard