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Good News

Hier finden Sie alle Good News die wir bisher veröffentlicht haben!

Das “Aufwachen” der Jungen Generation

Februar 2019

Quelle: Fridays For Future Austria

Zum ersten Mal tauchte Greta Thunberg´s Name am 20. August 2018 in den Medien auf. Mit einem Plakat mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ (Schulstreik für das Klima) setzte sie ein Zeichen vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm. Ein Auslöser für ihren Protest war der Hitzesommer 2018, mit kaum Regen und viel Dürre auf der Nordhalbkugel. Damals schwänzte sie 3 Wochen lang die Schule und demonstrierte. Seitdem ruft sie weiterhin jeden Freitag zum Schulstreik auf – und dies mit Erfolg. Ihr Ziel ist es, diesen Protest weiterzuführen, bis Schweden das Übereinkommen von Paris einhält.

 

Die Auftritte von Greta bei der Weltklimakonferenz in Katowice und beim Weltwirtschaftsforum in Davos haben weltweit große Beachtung gefunden:

 

Gretas Vortrag bei der Weltklimakonferenz in Katowice

Gretas Vortrag beim World Economic Forum in Davos

 

Schon lange ist Greta nicht mehr allein. Ganz im Gegenteil, ihr Verhalten hat eine internationale Bewegung ins Leben gerufen. Unter dem Appell „Fridays for Future” streiken wöchentlich SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende in mehr als 260 Orten weltweit, von Schweden bis Australien.

 

„Fridays for Future” ist eine SchülerInnen- und StudentInnen- initiative um Gretas Vorbild nachzueifern. Es gibt mittlerweile zahlreiche Regionalgruppen, die jeden Freitag zum Protestieren auf die Straßen gehen. Der Zusammenschluss aller „Fridays for Future” Gruppen plant nun als nächsten Schritt eine Vernetzung mit anderen Klimainitiativen. Sie rufen zum Earth Strike am 27. September 2019 auf, der bisher weltweit größten geplanten Klimaprotest-Aktion.

 

Am 21.12.2018 fand die erste Fridays For Future Demo in Österreich statt!

Ein Video über die ersten Demos in Wien

 

Hier finden Sie die Websites für Österreich und Deutschland:

Fridays For Future Austria

Fridays For Future Deutschland

 

Was uns daran besonders gefällt:

  • Die heutige Jugend wurde lange als politisch desinteressiert bezeichnet. Dies ist offensichtlich nicht richtig. Der Klimawandel hat die Jugend veranlasst, ihre Stimme zu erheben.
  • Wir können die Politik durch Wahlen verändern. Dazu haben wir aber nur selten die Gelegenheit. Auch zwischen Wahlen können die Bürger Druck auf die Politik ausüben, indem sie ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen.
  • Greta ist eine ideale Identifikationsfigur. Sie ist keine Politikerin und war auch nicht prominent, sondern ist ein ganz einfaches Mädchen. Greta zeigt vielen Jugendlichen dass sie sehr wohl etwas bewirken können, wenn sie nur ihre Stimme erheben.
  • Die Proteste der Jungen lösen aber auch bei vielen ihrer Eltern Schuldgefühle aus – und das ist gut so. Durch Fridays For Future beginnen auch viele Erwachsene sich mit dem Thema Klimaschutz auseinanderzusetzen.

 

Links zum Good News Artikel:


Spiegel Online: Gretas Aufstand

DW: Klimaproteste: Deutschlands neue grüne Jugend

Wikipedia: Fridays For Future

Fridays For Future International

Earth Strike

Big Solar: Weltgrößte Solarthermie-Anlage (Warmwasser) entsteht in Österreich!

Dezember 2018

© Arcon-Sunmark GmbH
  • Big Solar ist der Name des geplanten Solarenergiespeichers. Die Sonnenkollektoren bedecken eine Fläche von der Größe von 77 Fußballfeldern. Der unterirdische Warmwasserspeicher hat ein Volumen von 990.000m3. Dies entspricht dem Wasservolumen von ca. 400 olympischen Schwimmbecken.
  • Damit wäre Big Solar die weltweit größte Solarthermieanlage.
  • Der Baubeginn in der Nähe von Graz soll 2019 erfolgen, die Inbetriebnahme 2021.
  • Mithilfe von Big Solar sollen ca. 15% des jährlichen Fernwärmeverbrauchs der Stadt Graz gedeckt werden.   
  • Dies würde die derzeit weltgrößte Solarthermieanlage in Dänemark in den Schatten stellen!

Obwohl Solarenergie heutzutage ein gängiger Begriff im Zusammenhang mit Umweltschonung und erneuerbarer Energie ist, fällt dessen Fernwärmeanteil in Österreich gering aus. Dies soll nun durch die Stadt Graz in Zusammen-arbeit mit dem steirischen Solartechnikunternehmen SOLID geändert werden. Nach dem dänischen Beispiel in Silkeborg, dessen Solarthermie Kraftwerk das derzeit weltweit größte ist, wurde das Konzept Big Solar entwickelt. Acron Sunmark, Experte von solarthermischen Großanlagen und Entwickler des dänischen Vorreitermodels, arbeitet nun mit der Stadt Graz an dem Projekt von Big Solar, dessen Größe die Anlage in Silkeborg übertreffen soll. Das Ziel hierbei ist die Deckung von 15- 20 % des jährlichen Fernwärmeenergie-verbrauchs der Stadt Graz. Mit einem Budget von 100 Millionen Euro sollen im Süden von Graz Kollektoren in einem Ausmaß von 220.000 m² und ein unterirdischer Wasserspeicher in der Größe von 990.000 m³ errichtet werden. Die Kollektoren erhitzen dabei tagsüber das Wasser, das im Wasserspeicher gesammelt wird und in die Grazer Fernwärmeleitungen gespeist wird. Solch große Visionen gründen auf einem Konzept, welches schon im Jahr 2015 erstellt wurde. Im selben Jahr wurde auch mithilfe einer Machbarkeitsstudie von Energie Steiermark in Zusammenarbeit mit der Firma SOLID und der Grazer Energieagentur, die Wirtschaftlichkeit des großen Bauprojekts geprüft. Somit konnten vor den Bauarbeiten die wirtschaftlichen, technischen und räumlichen Aspekte analysiert werden. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2019 beginnen und 2021 abgeschlossen sein.

 

Kann Big Solar auch in Monaten mit geringen Sonnenzeiten (Winter) funktionieren? Ja! Big Solar speichert im Warmwasserspeicher die Sonnenenergie bis in die Wintermonate, sodass 95% der in den Sommer-monaten gesammelten Energie auch in den kalten Wintertagen verwendet werden kann.

 

Was uns daran besonders gefällt:

  • Bei Sonnenenergie denken wir heute hauptsächlich an Stromerzeugung (Fotovoltaik) – das große Potenzial von Wärmeerzeugung bleibt weitgehend unbeachtet.
  • Das große Problem von Strom ist, dass er schwer gespeichert werden kann. Big Solar speichert nicht Strom, sondern Wärme. Es ist beeindruckend, dass dies auch über Monate hinweg mit nur geringen Verlusten möglich ist.
  • Big Solar ist kein Pilotprojekt, sondern ein Großprojekt. Man sieht daran, dass alternative Energien wirtschaftlich konkurrenzfähig sind.
  • Diese Energiegewinnung für Städte sollte viel mehr genutzt werden. Derzeit arbeitet SOLID bereits an eine Machbarkeitsstudie für die Stadt Feldbach in der Steiermark.
  • Man sieht an Big Solar, dass es etliche Unternehmen in Österreich gibt, die weltweit führend im Know How für erneuerbare Energie sind.

Links zum Good-News-Artikel:

Erneuerbare Energie: BIG Solar Graz: 500.000 m² Solarkollektoren für 20 % Solaranteil bei Grazer Fernwärme

SOLID: Big Solar Graz erreicht die nächsten Meilensteine

Kleine Zeitung: Riesen-Solarspeicher entsteht südlich des Grazer Flughafens

Die Presse: Steiermark baut mit Dänen weltgrößte Solarthermie-Anlage

Die Zivilgesellschaft wacht auf! 

Oktober 2018

Quelle: Rise for Climate
  • Am 8. September 2018 haben unter dem Motto „Rise for Climate“ in 95 Ländern der Erde mehr als 250.000 Menschen für den Klimaschutz demonstriert.
  • Allein in Paris sind mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen.
  • Mehrere Hundert Organisationen haben diese Aktion unterstützt.
  • Organisiert wurde diese Aktion von der Organisation 350. Diese Organisation kämpft seit 2008 in 188 Ländern für mehr Klimaschutz
  • Dies ist insofern bemerkenswert, als nach langer Zeit wieder einmal eine weltweite Aktion gesetzt wurde um auf den Klimawandel hinzuweisen und die Politik aufgefordert wurde endlich zu handeln.
  • Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben 700 französische Wissenschaftler die Weltgemeinschaft auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam gemacht.
  •  In einem gemeinsamen Appell, der auf der Titelseite der Tageszeitung "Libération" veröffentlicht wurde, fordern sie die Regierungen zu schnellem Handeln auf.
  • Was uns daran gefällt ist dass nun mehr und mehr auch Wissenschaftler klar Stellung beziehen und die Probleme beim Namen nennen.
  • Am 6. Oktober 2018 demonstrierten bis zu 50.000 Menschen für den Erhalt des Hambacher Forstes der für einen Braunkohleabbau gerodet werden sollte.
  • Ein Gericht hat vorerst die Rodungen gestoppt weil – unter anderem – der Energiekonzern RWE nicht glaubhaft argumentieren konnte, dass die Energieversorgung ohne Rodung gefährdet wäre.
  • Es gibt zwei Wege die Politik dazu zu bringen mehr für den Klimaschutz zu tun: 1.) Bei Wahlen Parteien zu wählen die eindeutig für Klimaschutz eintreten. Aber Wahlen gibt es selten! 2.) Durch friedliche Proteste zu zeigen dass Klimaschutz der Zivilgesellschaft ein Anliegen ist. Das können wir immer!

Video über Rise for Climate: https://youtu.be/9ruDy91RIrI

 

Links zum Good-News-Artikel:

Rise for Climate: https://riseforclimate.org/

350.org: https://350.org/de/

DW: Französische Wissenschaftler rufen SOS

Kurier: 50.000 bei Großdemo für Hambacher Forst

In Shnenzhefahren alle 16.000 Busse elektrisch!

September 2018

© BYD
  • Shenzhen ist mit 12,5 Mio. Einwohnern eine chinesische Megametropole.
  • In nur 3 Jahren hat Shenzhen die gesamte Busflotte von mehr als 16.000 Bussen von Diesel- auf Elektroantrieb umgestellt.
  • Ein Bus kostet ca. 380.000,- €. Das sind ca. 100.000,- € mehr als ein vergleichbarer Dieselbus. Aber der benötigte Strom ist pro Bus jährlich um ca. 20.000,- € billiger als Diesel. D.h. die höheren Anschaffungskosten haben sich in nur 5 Jahren amortisiert.
  • Damit die Umstellung schnell geht hat der Staat und die Stadt jeden Bus mit 120.000,- € gefördert.
  • Nun aber das wichtigste: Die E-Busse sparen pro Jahr ca. 1,35 Millionen  Tonnen CO2. Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen wie viel das ist: Die 1,35 Mil. t CO2 sind so viel wie 187.500 Österreicher pro Jahr an CO2 emittieren.(7,2 t CO2-Emissionen pro Kopf in Österreich 2015 - Quelle: IEA - Internationale Energie Agentur).
  • Der Hauptgrund für den Erfolg ist die vom Hersteller BYD selbst entwickelte  Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Diese recyclingfähige Hochenergiebatterie gilt als sicher (kein thermisches Durchgehen), feuerfest, umweltfreundlich (keine Schwermetalle oder toxischen Elektrolyte) und ist vollständig recycelbar.
  • Jeder spricht über Tesla – kaum jemand weiß dass der Hersteller der Shenzhen-Busse – die Firma BYD – bereits seit 2016 der weltgrößte Hersteller von Elektrofahrzeugen ist!
  • Bis 2020 sollen alle 17.000 Taxis der Stadt vollständig auf Elektroantrieb umgestellt werden. BYD baut neben E-Bussen auch E-Autos.
  • In London sind bereits die ersten E-Doppeldeckerbusse von BYD unterwegs.
  • Zum Vergleich: Von den 1.400 Bussen in Berlin sind gerade einmal 4 elektrisch unterwegs. Wien erneuert seinen Busflotte bis 2019: Von den 206 neuen Bussen werden gerade einmal 7 elektrisch betrieben!

 

Video zu den Shenzhen-E-Bussen: Shenzhen - Batterie statt Diesel

 

Artikel über die Shenzhen-E-Busse:

Artikel über die Erneuerung der Wiener Busflotte: